Montag, 23. Juli 2012

Neunter und letzter Tag – Quer durch Montana zurück nach Kanada


 

Ein eigenartiges Gefühl bemächtigt sich deiner, wenn du von der North Entrance des Yellowstone Nationalparks über Gardiner, MT, den nördlichen Bundesstaat Montana durchfährst. Nachdem du aus dem Wirrsal wundervoller Schluchten, Täler und Berge des Yellowstone heraus bist, und dem Yellowstone River hinauf folgst, siehst du zur Rechten am Horizont wunderbare Bergrücken, in deren Höhen teilweise der Schnee noch liegt, und zur Linken erstreckt sich bis zum Horizont eine nur von gelblich grünem Gras und spärlichem Buschwerk bedeckte Ebene, die ihre einzige Veränderung in der Form des Bodens erfährt, der mal weniger, mal stärker gewellt erscheint. Die vorherrschenden Farben sind grün und gelb, welche von einem mäßig bewölkten hellblauen Himmel ergänzt werden, unter dem dein Fahrzeug auf schnurgeraden Straßen gen Norden rollt. Und wieder stellt sich dieses Mischgefühl aus unendlicher Freiheit und Beängstigung ein, welches ich schon in North Dakota erfuhr und beschrieb, jene Einsamkeit die wohl noch schlimmer gewesen sein muss, als man noch keine gut ausgebauten Straßen und motorisierte Fahrzeuge hatte und dieses Land noch auf dem Rücken von Pferden und Kutschen durchquerte. Ab und an zeigt sich dem unbegrenzten Blick eine alleinstehende Farm, Kühe und Pferde grasen in der Ebene, jedoch alles sehr weit auseinandergezogen und verstreut. Verloren, wenn man so will, verloren in der endlichen Unendlichkeit von Montana.
 




Wir nahmen den Highway 89 von Gardiner, MT, bis Livingston, MT, wechselten dann auf die Interstate 90, von er wir bei Big Timber, MT, wieder abfuhren um den Highway 191 in Richtung Norden zu nehmen. Wir kamen über Harlowton, MT, Moore, MT, wo wir eine erste kurze Rast einlegten, Lewistown, MT, ließen die Judith Mountains rechts und die Little Rocky Mountains links liegen, machten in Malta, MT, eine zweite kurze Rast an der Tanke und fuhren dann weiter bis Loring, MT.










Wir reisten nicht quer durch Montana, wir rasten quasi hindurch. Wir folgten weiterhin dem Highway 191 und überquerten die kanadische Grenze in Port Of Morgan. Der Grenzbeamte stellte seine üblichen Fragen, erledigte jedoch flott und problemlos die Formalitäten, wünschte uns eine gute Heimreise und dann waren wir wieder in der Provinz Sasketchewan in Kanada. Wir kehrten über Val de Marie, SK, Swift Current, SK, wo wir bei Tim Horton's zu Abend aßen, den Lake Diefenbaker und Delisle, SK, zurück nach Saskatoon, SK, wo wir dann nach knapp 700 Meilen gesund und wohlbehalten ankamen.










Damit endet nun der zweite Teil meiner Kanadareise und der dritte und letzte Teil beginnt. Er wird nicht mehr so postintensiv werden, davon ist auszugehen, aber einige wenige, wirklich interessante Erfahrung im „Land Of Living Skies“ stehen mir noch bevor. Eine Woche werde ich noch hier sein. Eine Woche, die angefüllt sein wird mit reichhaltigen Erfahrungen.

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